Gummimatten in der Tierhaltung

Gummimatten in der TierhaltungEin Interview der Fachzeitschrift "Freizeit im Sattel" von Nikola Fersing mit Frank Bittner (Geschäftsführer Nord-Industriegummi)

Feizeit im Sattel:
Welche Vorteile hat es, Gummibeläge in der Tierhaltung zu verwenden?
Frank Bittner: Die Verwendung von Gummibelägen schont Hufe und Gelenke, schirmt Kälte von unten ab und schützt vor Krankheiten. Für den Menschen vorteilhaft: Man spart Geld durch einen geringeren Einsatz von Stroh oder anderen Einstreuprodukten.

Feizeit im Sattel: Worin unterscheiden sich Naturkautschuk- von Recyclingprodukten ?
Frank Bittner: Durchlässige Recyclingprodukte eignen sich nur, wenn man die Muße hat, alle Matten oft zu entfernen und ausgiebig zu reinigen. Durch den Urin kann es zu Pilzbildung und unangenehmem Geruch kommen. Naturkautschukmatten sind nicht durchlässig, deshalb für die tägliche Arbeit einfacher zu handhaben und gesünder für das Tier.

Feizeit im Sattel: Wo sehen Sie Probleme bei der Verwendung von Gummibelägen im Offenstall?
Frank Bittner: Vor allem bei der Reinigung und in Bezug auf das Grundwasser: Eine Abdichtung des Produkts nach unten und an den Seiten ist nötig. Es gibt entsprechende Gummikleber von einigen Herstellern oder aus dem Baumarkt und auch Silikonverbindungen, die ein Verbinden - auch kleinerer Stücke - einfach machen. Wichtig ist, sich einen Händler zu suchen, der selbst Pferde hat und auf jede Frage eingeht. Jeder Stall ist anders und hat andere Bedingungen.

Feizeit im Sattel: Gibt es herstellungsbedingte Schwierigkeiten bei der Produktion von Gummimatten?
Frank Bittner: Die meisten Maschinen produzieren bis zwei Meter Breite. Transport und Gewicht der Stücke müssen berücksichtigt werden. Wird etwa eine Stärke von nur zehn Millimetern gewählt, haben wir schon ein Gewicht von rund 15 Kilo pro Quadratmeter. Würde man dann ein Stück von vier mal vier Metern in der Fabrik fertigen, was möglich ist, müssten 240 Kilo in die Box gewuchtet werden. Auch Verladen und Transport überbreiter Stücke ist schwierig.

Feizeit im Sattel: Es gibt Gummimatten mit unterschiedlichem Weichegrad. Was bedeutet das für die Produktion?
Frank Bittner: Die Härte wird nach Shore gemessen. Es werden überwiegend Matten mit 65 Shore hergestellt. Generell kann man sagen, das der Preis zunimmt, wenn das Gummiprodukt weicher wird. Wir richten uns nach dem Kunden. Wenn ein Kunde sagt, er möchte ein sehr weiches Gummiprodukt, dann wird es produziert. Zusätzlich, hat der Kunde die Möglichkeit, Weichkunststoffe für den Unterbau zu kaufen. So kann, er kostengünstig für mehr Weichheit sorgen.

Feizeit im Sattel: Welches Vorgehen würden Sie als Gummimattenhersteller für den Offenstall und Stall empfehlen?
Frank Bittner: Man sollte zunächst die baulichen Gegebenheiten mit dem Händler besprechen. Auch ein dünnes Gummibett der Stärke zehn Millimeter erfüllt den Punkt, dass nur sehr wenig Kälte nach oben kommt, zusammen mit einerm Strohbett ist es völlig ausreichend. Weichbetten sind natürlich eine tolle Sache, allerdings mit hohen Kosten verbunden.

 

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